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Ein Projekt entsteht​

Das Projekt 'Unsere Mütter - die Stimmen in uns',  widmet sich den oft ungehörten Lebensgeschichten von Frauen der Nachkriegszeit – erzählt durch ihre Töchter. 

Leise, bewegend, manchmal traumatisch und bis heute nachwirkend – über Hunger, Flucht und Vertreibung, über Euthanasie und Verlust, über die Unsichtbarkeit der Frauen und des "Sich-zurücknehmens" und über Armut und das kleine Glück.

Insgesamt 17 Lebensgeschichten von Frauen, die während, kurz vor oder kurz nach dem zweiten Weltkrieg geboren wurden, die Mütter meiner Generation, die Kriegskinder, deren Töchter wiederum wir sind, wir Kriegsenkelinnen, werden Teil dieses Projektes sein.

Wir tragen diese Geschichten unserer Mütter in uns, erzählen sie, ohne zu sprechen ... sie sind Teil unseres kollektiven Gedächtnisses und prägen die nachfolgenden Generationen auf subtile, aber tiefgreifende Weise.

Mit dieser Thematik beschäftigt sich das Projekt der Initiative HissStorie, "Unsere Mütter - die Simmen in uns".

17 Frauen meiner Generation habe ich befragt über die Lebensgeschichten ihrer Mütter. Es waren sehr emotionale Momente mit viel Schmerz aber auch Glück.

Gemeinsam haben wir aus diesen Erzählungen Texte geformt. 
Diese Geschichten erzählen die Gräuel dieses abartigen Krieges, stehen stellvertretend für alle Lebensgeschichten der Frauen, die in dieser Zeit aufgewachsen sind.

Sie waren schwer zu erzählen, oft nur in Bruchstücken, die wir wieder zusammengesetzt haben ... und nun, oftmals zum ersten Mal, als zusammenhängende Geschichte erzählt werden können. 

Was passiert ist: Viele der Töchter haben mit ihren Müttern über deren Leben gesprochen oder, wenn nicht mehr möglich, mit Verwandten. Es haben Aussöhnungen stattgefunden und innige Momente, Verständnis wurde geweckt auf beiden Seiten. Das hatte ich zu Beginn des Projektes gar nicht so gedacht und bin zutiefst dankbar dafür, dass diese Sachen geschehen konnten. Alleine dafür lohnt sich diese Arbeit.

In diesem Projekt geht es nicht um Dokumentation, um genaue historische Einordung. Es geht um Weitergabe, Emotionen, um: 'Was trage ich in mir?' ...  Ein erstes Treffen hat bereits stattgefunden...

Zum Weltfrauentag 2027 soll das Projekt in einer Multimedialen Ausstellung gezeigt werden.

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